Sonntag, 20. Dezember 2015

"Attachment Parenting" hin oder her - warum wir alle super sind!

Es ist wieder soweit: Die Online-Muttis diskutieren - zuweilen hitzig - ob und wie viel Selbstaufgabe für das Kind von Nöten ist. Frau Chamaillion hat das zum Anlass einer Blogparade zu Thema
"Eltern in der (Auf)-Opferungsrolle – elterliche Grenzen vs. kindliche Bedürfnisbefriedigung" genommen. Hier mein Beitrag:

Mamas entspannt Euch. Ich bin sicher, Ihr macht Eure Sache fantastisch, Eure Kinder haben es gut bei Euch. In Sachen Erziehung gibt es kein Patentrezept. Jeder macht es so, wie es für ihn und das Kind am besten passt. Bei den einen bedeutet das Dauerstillen im Tragetuch oder Familienbett, bei den anderen Babysitter und Pulvernahrung. Die einen sind nur zufrieden, wenn sich sich zu 100 Prozent "attachen" ans Kind, die anderen brauchen viel Zeit für sich. Ich möchte an dieser Stelle nicht erzählen, was ich alles (nicht) gemacht habe, um die in meinen Augen best mögliche Mutter zu sein. (Ja, auch ich habe gestillt und getragen, aber auch ab und an den Babysitter bemüht und sogar alleine geduscht mit nölendem Baby im Nebenraum). 

Wichtig ist doch, dass sich letztendlich die Mutter mit sich und ihrer Rolle wohl fühlt. Denn nur so kann sie eine gute Mutter sein. Und das heißt eben - neben an die Bedürfnisse des Kindes (ich bin mir sicher, die stehen bei fast allen an erster Stelle) eben auch an die eigenen zu denken. Leute: es gibt keine Super-Muttis! Wir sind alle nur Menschen, mit eigenen Bedürfnissen. Wir müssen gut für uns sorgen, um in der Lage zu sein, auch gut für andere zu sorgen! Bitte vergesst das nicht. Ansonsten: Macht so weiter. Ihr seid alle toll. Wir sind alle toll!

Kommentare:

  1. Guten Morgen.
    Genauso ist es. Solche Diskussionen nerven mich mittlerweile sehr. Auf der einen Seite hat man die Mütter die Familienbett betreiben, lange stillen, tragen und so weiter. Und wenn dann jemand kommt, der sagt das er nicht trägt, weil das Kind vielleicht gerne im Kinderwagen gefahren wird oder man sagt:"Ich denke an mich, ich kann das mit meinem Rücken nicht", sollte das akzeptiert werden und das können manche nicht. Ebenso ist es doch mit dem Stillen. "Wie du kannst nicht stillen?" Nur weil Frau Brust besitzt muss sie noch lange nicht stillen WOLLEN und bei manchen, wie zum Beispiel bei mir funktioniert es auch nicht richtig. Ich habe es versucht und gut. Dennoch die jeglichen Vorwürfe die Mütter sich machen sind schlichtweg nervig und viele wollen einem ihre Meinung einfach aufzwingen.

    Ich selbst trage die Anfangszeit gerne, wobei meine Kinder das als Baby eher ertrugen als genossen. Der Kinderwagen tut es also auch. Ich selbst respektiere andere Meinungen aber wenn ich Fragen habe, frage ich auch nach. Es wird genauso gesagt, dass Langzeitgestillte, Getragene und Elternbettler zu Empathen werden. Ich glaube kaum das man das dafür braucht.

    Lieben Gruß.

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    1. Hallo Sanni,vielen Dank für deine Meinung zum Thema. Ich finde auch, man sollte nicht zu dogmatisch sein. Aber Kindererziehung ist eben auch ein sehr emotionales und höchst subjektives Thema - da kochen die Gemüter schonmal hoch. Trotzdem tut ein bisschen Entspannung hier sicherlich gut.
      LG!

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  2. Guten Morgen!
    Ich sehe dass genauso. Ich bin Mama von 2 Jungs. Nr. 1 habe ich nicht gestillt, weil es nicht geklappt hat. Daraufhin haben mir die anderen Mamis in der Krabbelgruppe so ein schlechtes gewissen gemacht, das ich bei Nr. 2 krampfhaft versucht habe zu stillen. Inkl. Brustwarzen läsern und ständig schreiendes Kind weil ich einfach kaum Milch hatte.

    Meine Hebamme hat mich dann gerettet.

    Jetzt pfeiffe ich auf die Meinungen anderer. Meine Kinder sagen mir, dass sie mich lieben und ich eine Tolle Mama bin. Das ist doch alles, was zählt?!

    Liebe Grüße und ein frohes Weihnachtsfest

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    1. Hallo Yamina,
      ja. wir Mütter könnten ruhig ein bisschen mehr Selbstbewusstsein vertrage.
      Liebe Grüße und ein frohes Fest!

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  3. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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