Montag, 6. April 2015

Die Entwicklung der Maus: Laufen, Zahnen, Wutanfälle und schlaflose Nächte

Nachdem es hier lange Zeit ruhig war (Gründe dafür sind u.a. im unteren Abschnitt zu finden), habe ich mir nun vorgenommen, mehr über die Entwicklung der Maus zu schreiben - mehr von den kleinen "Wundern" die ich tagtäglich bestaune oder an denen ich schier verzweifle.

Da wäre zum Beispiel das Laufen. Das klappt mittlerweile recht gut. Jetzt kommen endlich die Regen- und Matschhosen voll zum Einsatz. Wenn wir zum Beispiel zusammen im Garten arbeiten. Auch das geht immer besser.

Mit dem Sprechen dagegen lässt sich die Maus noch Zeit. Noch kann ich keine richten Worte identifizieren. Da sie zweisprachig erzogen wird, denke ich, dass sie erst noch die unterschiedlichen Sprachen im Kopf sortieren muss. Dabei versteht sie schon recht viel: deutsch und persisch. Immerhin übt die fleißig verschiedene Laute. Nach der extremen "dadadada-dödödo-deideidei"-Phase sind es nun die N-Laute, die mir tagtäglich in den Ohren klingeln. "Nananana, nönönö, neinein" und manchmal auch so etwas wie "nane", was - ihrer Vorliebe für Bananen entsprechend, wir oft mit eben dieser gelben Frucht zuordnen. Ach, fast hätte ich es vergessen, ein "richtiges" Wort gibt es ja doch. Ein langgezogenes "Haaiiiii" also "Hi", mit dem sie gerne wildfremde Leute begrüßt. Dass mit dem "Hi"ist natürlich nur meine Interpretation.

Bemerkenswert sind auch ihre Wutanfälle, die in letzte Zeit nicht nur häufiger, sondern auch immer heftiger werden. Kaum fährt das Bobbycar nicht in die gewünschte Richtung oder ein Hindernis stellt sich ihrem Puppenwagen in den Weg, liegt sie wutschnaubend und schreiend auf dem Boden. Kein schöner Anblick. Aber ich versuche einfach ruhig zu bleiben und diesen Ausbrüchen nicht zu viel Beachtung zu schenken, dann gehen sie meistens schnell vorüber.

Eine Entwicklung, die mich zunehmend frustriert und auch traurig macht, ist ihre ausgeprägte PapavorliebeHier habe ich schon mal darüber berichtet.  Seit ihrer letzten Erkältung und dem leider nur sehr langsamen Durchbrechen der ersten Backenzähe ist es noch schlimmer geworden. Nachts lässt sie sich nur noch vom Papa beruhigen - auch wenn sie hinfällt und sich weh tut, muss er ran. Ich stehe dann nur ratlos daneben und kann nichts ausrichten.

Schlaflose Nächte

Ansonsten waren die letzten Wochen extrem hart. Nicht nur, dass - wie berichtet - die persische Schwiegermutter hier im Haus das Steuer an sich gerissen hat- nein - die Maus hat uns auch 3 Wochen lang nachts erfolgreich vom Schlafen abgehalten. Erst waren es die ersten Backenzähne gepaart mit einer dicken Erkältung, dann ein Entwicklungssprung (jetzt erklären sich auch die gesteigerten Wutanfälle, alle Sprünge übrigen sehr schön nachzulesen beim "gewünschtesten Wunschkind aller Zeiten"). Sie schrie und schrie und schrie und nicht konnte ihr helfen. Kein Ibuprofen, kein Vibucol, kein Mundgel nichts. Mein Mann und ich wechselten uns mit den Nachtschichten und dem Schlafen ab. Ich legte mich schon abends um acht mit der Maus ins Bett. Trotzdem fielen mir morgens im Büro fast die Auge zu. Nachdem dann ein paar Tage Ruhe war und wir schon dachten, die Zähne seien endlich da, ging der Terror wieder von vorne los. Statt der vermuteten 4 Backenzähne hatten sind lediglich 2  durchgebrochen: erst der eine, dann ganz langsam der andere. Danach war wieder für ein paar Tage Ruhe, bevor  die Nächte wieder unruhiger wurden. Eine akribische Mundanalyse, von der ich einige Bissspuren davon getragen habe - ergab: nun machen sich die oberen Backenzähne langsam auf den Weg, außerdem schon ein wenig sichtbar: ein Eckzahn. Au Backe! Die nächsten Wochen könnten also wieder spannend werden...

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