Freitag, 16. Januar 2015

Arbeiten macht Spaß. Mamasein auch.

Woche 2 im Büro ist überstanden und ich bin glücklich. Müde aber glücklich. Die Arbeit macht mir nach wie vor großen Spaß. Es ist nicht so, dass ich sie akut vermisst hätte während der einjährigen Babypause. Dafür ist das Jahr zu schnell vergangen und hat mich zu sehr mit meinem Töchterchen in Beschlag genommen. Aber jetzt, da ich wieder im Büro bin, merke ich mir, wie gut mir die Arbeit tut. Und der Umgang mit meinen Kollegen - einige von ihnen selbst Eltern, einige aber auch nicht.

Zum einen genieße ich es natürlich, mal über was anderer zu sprechen als über Windelinhalte und Beikostplänen. Zum anderen gehe ich aber auch in meinen Aufgaben auf. Ich genieße es, mehr als "nur" Mutter zu sein, stundenweise in eine andere Welt abzutauchen.

Damit will sich auf keinen Fall die "Nur-Hausfrauen" beleidige. Ich kann sehr gut verstehen, wenn sich Frau für diesen Weg entscheidet. Schließlich ist es der härteste Job überhaupt, ein Kind zu erziehen und gleichzeitig einen Haushalt zu schmeißen.  Darum bin ich froh, dieser Aufgabe für einige Stunden zu entkommen - dank einer sehr guten firmeneigenen Kinderbetreuung und einem verständnisvollem, mithelfendem Mann.

Für mich ist dieser Weg also der richtige. Dank der "Deadline" 14.30 Uhr (meine Kita-Abholzeit) bin ich bei der Arbeit viel entspannter. Egal, passiert, wie stressig der Tag wird, wie viel noch auf meinem Schreibtisch landet, ich weiß: Um 14.30 Uhr bin ich hier raus.

Gleichzeitig genieße ich die Zeit mit meinem Kind um so mehr.  Wenn wir am Nachmittag nach Hause komme, verbringe ich den restlichen Tag sehr intensiv mit ihr. Wie spielen, machen Spaziergänge, erledigen zusammen den Haushalt (ok. ich versuche, sie sabotiert meine Bemühungen). Auf jeden Fall sind wir zusammen und ich glücklich.

Und wie sind Eure Erfahrungen mit der Teilzeitarbeit? Mit der Vereinbarkeit von Familie kund Beruf? Freue mich über weitere Erfahrungsberichte.

Kommentare:

  1. So geht es mir auch. Die Mehrfachbelastung ist zwar vielleicht körperlich und zeitlich anstrengender, aber insgesamt mental entlastender und zufrieden machender. Es sind ja ganz viele Aspekte, die da hinein spielen. Die geistigen Anforderungen, das Außer-Haus- und Für-Sich-Sein, die Kommunikation mit anderen, aber auch das Signal an den Partner, dass nicht (mehr) die gesamte Verantwortung für Kind und Haushalt bei der Mama liegen kann. Natürlich muss das jede Frau individuell entscheiden, welche Aspekte für sie überwiegen und welcher Weg anstrengender für sie ist. Bei mir ist es aber ähnlich, wie Du es hier schreibst. Wobei ich wenigstens noch 1 Tag pro Woche frei habe. Ich hoffe und wünsche Dir, dass Du zufrieden bleibst. Wichtig sind regelmäßige Auszeiten am Wochenende und mal zwischendurch 1 Tag für Dich freinehmen, ohne das Kind aus der Kita zu nehmen.
    Liebe Grüße!

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  2. Liebe Frühlingskindermama, schön zu hören, dass es dir ähnlich geht. Ein freier Tag in der Woche wäre traumhaft, ist für uns aber schwer zu realisieren. Dafür nehme ich mir viele kleine Auszeiten unter der Woche: Der Yoga-Kurs am Montagabend, die 3 freien Stunden am Donnerstagnachmittag, wenn die Oma babysitten kommt etc. Heute zum Beispiel hat mein Kann mit der Keinen einen Ausflug unternommen und ich konnte relaxen. Das tut so gut. Ich wünsche dir, dass du deine Auszeiten ebenso leben und genießen kannst und die beiden Jobs trotz allen Stresses weiterhin so gut managst. Liebe Grüße!

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